Ebenenschruppen ist die wichtigste Schruppstrategie für große Zerspanvolumina. Die Werkzeugwege für aufeinanderfolgende Z-Ebenen werden so berechnet, daß ein optimaler Materialabtrag gewährleistet wird. Dabei wird mit einer variablen Zustellung im Gleichlauf gearbeitet. Über eine Helix oder eine Konturrampe taucht das Fräswerkzeug weich in das Material ein. Die Fräsbahnen werden automatisch verrundet und Stillstände in den Ecken vermieden. Dies führt zu einem gleichbleibend hohen Vorschub, der die Bearbeitungszeit reduziert und die Standzeit des Werkzeugs erhöht.
Beim Kernschruppen nähert sich das Fräswerkzeug dem Rohteil in einer bestimmten Z-Tiefe von außen und trägt das Material in spiralförmigen Bewegungen ab. Falls das Bauteil innen noch Kavitäten enthält, kann SolidCAM im gleichen Arbeitsgang vom äußeren Schruppen des Kerns auf das Schruppen der Kavitäten umschalten. Diese Strategie erzielt ein konstant hohes Zerspanvolumen mit gleichbleibendem Vorschub und geringer Werkzeugvibration.
Beim Restmaterialschruppen wird das Werkstück in mehreren Durchgängen mit jeweils kleineren Werkzeugen bearbeitet. Zur Berechnung der Werkzeugwege wird das Rohteilmodell des verbliebenen Materials verwendet, so daß Luftschnitte vermieden werden. Für größere Bauteile können mehrere aufeinanderfolgende Schrupp-Operationen mit jeweils kleiner werdenden Werkzeugen durchgeführt werden. Restmaterialschruppen kann auch für die Bearbeitung von Gußteilen verwendet werden, dabei werden die Werkzeugwege auf das Rohgußteil zurückgeschnitten.